In der Station „das Leben ehren“ geht es um die Heiligkeit und die hohe Wertschätzung des menschlichen Lebens.


Aus christlicher Sicht ist der Mensch das Ebenbild Gottes. Leben, Vernunft und Willen werden als Gabe Gottes begriffen. Der Mensch ist phantasiebegabt und kreativ. Aus der Gottesebenbildlichkeit folgt die Würde des Menschen. Leben wird geachtet. Aus diesem Grund lehnten Christen den Selbstmord oder die Gladiatorenspiele ab und sie setzen sich gegen die Kindstötung und die Abtreibung ein.

Die extrem untergeordnete Stellung der Frau in der Antike erfuhr eine radikale Veränderung durch Jesus Christus. Seine Lehre und sein Handeln verlieh den Frauen eine vorher nicht gekannte Würde. Dies wirkte sich ebenso positiv auf die Ehe und das Familienleben aus. Christen legten großen Wert auf gute zwischenmenschliche Beziehungen.

Leider gab es aber auch dramatische Fehlentwicklungen. Es gibt viele Beispiele, in denen Unrecht verübt und im Namen Gottes gerechtfertigt wurde. Dies zeigt, dass auch Christen nicht davor geschützt sind, Böses zu tun und die christliche Botschaft falsch zu verstehen.