In der Station „kreativ gestalten“ geht es um den Einfluss des christlichen Glaubens auf die Architektur, Malerei, Musik, Literatur und Kultur.


In den ersten Jahrhunderten wird das besonders am Kirchenbau deutlich. Die Gotteshäuser mit ihren Mosaiken, Fenstern und Skulpturen galten als Bibeln für die Armen und Ungebildeten. Die Kirchensymbolik half den Menschen des Mittelalters, die christlichen Geschichten und Prinzipien besser zu verstehen.

Speziell die Gotik gilt als die Epoche, in der das Christentum am eindrucksvollsten veranschaulicht wird. Von keiner anderen Architektur wird die Substanz, mit der sie arbeitet, so spiritualisiert, verfeinert und himmelwärts geworfen. Alles zeigt nach oben. Gottes unendliche Herrlichkeit wird verständlich sichtbar.

In der Malerei schufen Künstler wie Albrecht Dürer und Rembrandt bedeutende christliche Werke. In der Musik wurde der Komponist Johann Sebastian Bach als der fünfte Evangelist bezeichnet, weil er mit seinem melodischen Genie und seinem Glauben an Gott eine einmalige geistliche Musik hervorbrachte. Der Einfluss des Christentums auf die Literatur ist unübersehbar. Und viele Symbole, Wörter und Redewendungen haben ebenfalls einen christlichen Ursprung.