In der Station „lernen und forschen“ geht es um das Lernen, Unterrichten und die Bedeutung der Bildung und Wissenschaft.


Jesus Christus benutzte Worte, Gleichnisse und Beispiele, die seine Freunde wie Feinde fesselten. Er lehrte, damit seine Nachfolger ihrerseits andere lehren konnten. Die Apostel haben Jesu Auftrag ernst genommen, und viele Kirchenväter forderten die Gläubigen dazu auf, ihre Kinder in den heiligen Schriften zu unterweisen.

Nach dem Niedergang des römischen Reichs wurde die Kirche zum entscheidenden Träger des Bildungswesens. Sie bewahrte das Wissen der Antike und vermittelte christliches Gedankengut. Die mittelalterlichen Klöster legten großen Wert auf die Sammlung und Pflege der literarischen Schätze und bauten ein Netz von Bibliotheken auf. Diese Art der Quellenbearbeitung wurde an den Universitäten weitergeführt. Hinzu kam das empirische Forschen.

Außerdem wurde Gott als rationales Wesen begriffen, der das Universum entsprechend erkennbaren Gesetzen geschaffen hat. Diese Ansicht, dass die Gesetze der Natur nachvollziehbar sind, ermöglichte wissenschaftliche Forschung. Für den Astronomen Johannes Kepler war die Natur beispielsweise ein Spiegel, in dem das Werk Gottes sichtbar wird.